Nach Weihnachten kommt Ostern…

… findet zumindest mein großes Kind. Er war überzeugt, dass wir jetzt dann mal langsam anfangen könnten, im Garten nach Ostereiern zu suchen.

Dabei fängt der Winter doch gerade erst an!

Ich bin aber auch kein wirklicher Winter-Fan. Das liegt zum einen daran, dass ich im Frühling Geburtstag hab und es schon als Kind nicht erwarten konnte, bis endlich Ostern ist – jaja, der Apfel fällt nicht weit vom Stamm 😉 – und zum anderen daran, dass mir der Reiz jeglichen Wintersports bisher verborgen geblieben ist. Da kommt das Kind aber nach seinem Vater, denn Skifahren hat es ihm angetan (obwohl er es noch nicht ausprobiert hat). Die herumliegende Skibrille reicht da scheinbar völlig aus, um das Bubenherz zu begeistern – und Mamas Hausschuhe genügen momentan noch als Ski. Und schon ist man ein „Ski-Mann“.

Und weil mir „Ich bin ein Ski-Mann“ natürlich auch lieber ist als so manche andere Figuren, für die Kinder sich begeistern können, gab’s den passenden Pulli dazu. Die Applikation ist die erste komplexere, die ich selbst entworfen hab, und bin ziemlich stolz darauf 🙂

Süßes oder Saures?

Eigentlich hatte ich ja ganz was anderes als meinen ersten „richtigen“ Beitrag geplant – aber naja, ich hab gerade Zeit und ein kleines Projekt beendet, von dem es keinen Sinn macht, es erst irgendwann in naher oder fernen Zukunft hier zu präsentieren.

Ich hab zu Halloween absolut kein gutes Verhältnis. Für mich ist am 31. 10. Reformationstag (und zur Reformation habe ich ein sehr gutes Verhältnis 😉 ) und jedes Jahr graut mir vor dem Moment, an dem verkleidete Kinder an unserer Haustür klingeln. Meine Kinder sind zum Glück noch klein genug um sich keinen Deut für das ganze Tamtam zu interessieren und bei uns hier auf dem Dorf hält sich Halloween ohnehin in Grenzen, aber trotzdem muss man sich überlegen, was man im Fall der Fälle tut.

Am liebsten würde ich ja die Tür gar nicht öffnen. Aber wenn überall Licht brennt ist das eher unglaubwürdig, dass niemand daheim sein soll – und wer weiß, was uns dann an „Saurem“ blüht.

Ich könnte natürlich einfach aufmachen und sagen, dass wir kein Halloween feiern.

Aber andererseits – ist das dann nicht eine verpasste Gelegenheit, die Kinder darauf hinzuweißen, dass heute eben nicht nur Halloween ist? Dass wir als evangelische Christen heute daran denken, was Luther (wieder)entdeckt hat: Gott liebt uns Menschen und möchte nicht, dass wir Angst haben müssen!

Letztes Jahr hab ich kleine Tüten gebastelt, die ich mit Süßigkeiten gefüllt hab. Vorne drauf hab ich eine Art Comic geklebt, der den Kindern den Unterschied zwischen Halloween und Reformationstag erklärt.

Zwei dieser Tüten hab ich auch noch übrig  – allerdings sind wir heute erst von unserem Wochenend-Trip nach Berlin zurückgekommen und ich hatte natürlich weder Süßigkeiten gekauft noch daran gedacht, neue Tüten zu basteln.

Zum Glück fand ich in meinem Naschschrank zwei Packungen Kinderschokolade – die wir aus irgendeinem Grund oft geschenkt bekommen, aber leider gar nicht so besonders mögen (also mein Mann und ich – das große Kind mag sie schon, aber der braucht auch keine zwei Packungen zu essen).

Also hab ich die Kinderriegel einfach zu kleinen Reformations-Botschaftern gemacht 🙂

Bin ja mal gespannt, ob es heute tatsächlich an der Tür klingelt…